Samstag, 29. September 2012

Rezension: Zorn - Tod und Regen von Stephan Ludwig



Inhaltsangabe des Verlages: »Es dauerte drei Stunden, bis sie den Verstand verlor, und weitere zwei, bis sie endlich sterben durfte.«
Hauptkommissar Claudius Zorn und sein Kollege, der dicke Schröder, haben seit Jahren in keinem Mordfall mehr ermittelt. Aber nun überstürzen sich die Ereignisse: zwei Morde in kürzester Zeit – blutig, brutal, unerklärlich. Warum gibt ein Killer seinem Opfer Schmerzmittel, bevor er es quält? Zorn ist ratlos, Schröder schon mitten drin in den Ermittlungen. Und der Mörder hat noch nicht genug …
Der erste Fall für Zorn und Schröder


Meine Meinung dazu: Schauplatz des Krimis: Mansfelder Land im Südharz
Schauplatz des ersten Mordes: Ein Keller in einer Kleinstadt.
Fund: Nichts bzw. nur eine riesige Blutlache
Die Menge des Blutes lässt die Schlussfolgerung zu, dass ein Mensch umgebracht worden ist, in dem er ausblutete. Kommissar Zorn und sein Assistent Schröder haben den Auftrag erhalten, die Leiche zu finden und deren Identität festzustellen. Dabei stößt Zorn an seine ermittlungstechnischen Grenzen und überlässt seinem Assistenten die Aufgabe. Noch während Schröder die Leiche findet, sie obduzieren lässt, finden die beiden Kommissare heraus, das wesentliche Informationen zurück behalten werden und Zorn wird misstrauisch.

Zorn - Tod und Regen ist das Debüt des Autoren Stephan Ludwig, der einen spannenden und fesselnden Krimi vorgelegt hat. Mit seinen Figuren Zorn und Schröder hat er ein sehr interessantes und gegensätzliches Ermittlerduo geschaffen, das aber sehr sympathisch ankommt. Während Zorn sich gern cool und lässig zeigt, ist Schröder der beflissene und ergeizige Mitarbeiter. Aber genau diese Konstellation macht den Krimi so interessant und etwas anders. Zwar geht es nicht immer so ernsthaft zu und es gibt auch sehr amüsante Szenen, dafür erscheint der Krimi aber zu keinem Zeitpunkt langweilig.
Seine Figuren hat der Autor gut gezeichnet, sie sind einzigartig dargestellt. Mit seinem Schreibstil, der flüssig, lustig und spannend ist, hat er mich voll überzeugt, sodass ich mich schon auf den Nachfolgeroman freue.

Meine Bewertung zum Buch:
☺☺☺☺☺
Stephan Ludwig - Zorn - Tod und Regen - erschienen am: 25.05.2012 - beim Fischer Verlag - Taschenbuch - 368 Seiten - 9,95 € - ISBN:  978-3-596-19305-2


Sonntag, 23. September 2012

Rezension Die Wahrheit über Alice von Rebecca James

Inhaltsangabe des Verlages:

Ein dunkles Geheimnis.
Ein zerstörtes Leben.
Eine neue Freundin, die dir hilft zu vergessen.
Aber was, wenn sie nicht ist, was sie zu sein scheint?

Als Alice sie zu ihrer Geburtstagsparty einlädt, ist Katherine mehr als überrascht. Die schöne, strahlende Alice, das beliebteste Mädchen der Schule, will mit ihr feiern? Dabei ist Katherine eine Einzelgängerin, die sich von allen fern hält, damit keiner ihr Geheimnis erfährt: Niemand soll wissen, was mit Rachel, ihrer kleinen, talentierten Schwester, passiert ist. Vor Katherines Augen, die nichts tun konnte, um ihr zu helfen. Katherine erlebt die Party wie im Rausch, Alice weicht nicht mehr von ihrer Seite. Doch nach und nach wird Alice immer merkwürdiger. Selbstsüchtiger. Grausamer. Bald entdeckt Katherine, dass ihre neue Freundin nach eigenen Regeln spielt…

Meine Meinung dazu: Alice ist schön, beliebt und für Jungs unwiderstehlich. Katherine hingegen ist schüchtern, zurückhaltend und mit keinem befreundet. Nun lädt Alice Katherine zu ihrem 18.Gebutrstag ein, wonach sich eine unzertrennliche Freundschaft entwickelt, aber nur bis zu einem bestimmten Moment als Alice ihr wahres Gesicht zeigt.

Rebecca James hat hier einen fesselnden Thriller präsentiert, der mir gar nicht mehr aus den Kopf geht. Ihre Figuren hat sie einfach nur fabelhaft beschrieben, in die man sich ohne Mühe hinein versetzen kann. Es ist einfach toll, wie die Autorin so nach und nach die Geheimnisse ihrer Protagonisten offenbahrt und zeigt, was hinter den Freundschaften steckt.
Zudem belastet Katherine nach wie vor der Tod ihrer Schwester, denn sie gibt sich noch immer die Schuld daran. Alice, die ihr Geheimnis kennt, nutzt es aus, um Katherine zu schaden.

Rebecca James hat mit ihrem flüssigen und spannenden Schreibstil einen neuen Fan gefunden und ich hoffe, dass bald ein weiteres Buch von ihr folgen wird.

Meine Bewertung zum Buch:
☺☺☺☺☺
Rebecca James - Die Wahrheit über Alice - erschienen am: 22.10.2010 - beim Verlag: Wunderlich - Klappenbroschur - 320 Seiten - 16,95 € - ISBN:  978-3-805-25003-7

Montag, 17. September 2012

Rezension: Wassermanns Zorn von Andreas Winkelmann

Inhaltsangabe des Verlages: Manuela Sperling ist neu bei der Polizei. Gleich an ihrem ersten Tag muss sie sich mit dem grausigen Mord an einer Prostituierten befassen, deren Leiche ein­gekeilt zwischen Baumwurzeln im seichten Teil des Flusses liegt – ertränkt. Auf dem Bauch der Toten finden die Spurensicherer eine grausige Botschaft, gerichtet an Manuelas Chef, Kriminalhauptkommissar Stiffler. Manuela muss erkennen, dass ihr Eifer nicht von allen im Präsidium gern gesehen wird. Da ertrinkt erneut eine Frau, direkt vor ihren Augen. Eine unsichtbare Macht zieht sie auf den See hinaus und unter die Wasseroberfläche. Und Stiffler dreht durch …

Meine Meinung dazu:  Manuela Sperling ist die neue Praktikantin im Morddezernat von Eric Stiffler und ihm direkt unterstellt. Der als allgemein bekannte Frauenhasser macht es der jungen, übereifrigen und übermotivierten Manuela nicht gerade einfach und versucht sie weitestgehend aus den Ermittlungen bei dem an einer Prostituierten begangenen Mord heraus zu halten. Doch Stiffler hat die Rechnung ohne Manuela gemacht.

Andreas Winkelmann ist ein begnadeter Schriftsteller und weiß, wie er seine Leser begeistern kann. Bei mir hat es jedenfalls funktioniert.
Sein neuester Thriller "Wassermanns Zorn" ist nicht nur temporeich sondern auch spannend und fesselnd. Seinen Protagonisten hat er abermals einen unvergleichlichen Charakter verpasst. Wenn ich dabei nur an den Kommissar Stiffler denke, den der Autor unsympathischer nicht hätte wirken lassen können. Er kommt nur schmierig, arrogant und machtbesessen rüber, sondern ist auch noch korrupt und missbraucht seine stellung, um gewisse Vorteile zu erlangen.
Die neue Praktikantin hingegen wirkt sympathisch und geradlinig und versteht die Welt nicht mehr, da alle ihre Kollegen Lügen und das Vertrauen missbrauchen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, doch die haben es schwer im Kommissariat zu bestehen. Besser ist, man hält den Mund.
Der auf mehreren Handlungssträngen aufgebaute Plot, der aus verschiedenen Perspektiven erzählt ist, ist stimmig und super spannend.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine unbedingte Leseempfehlung!


Meine Bewertung zum Buch:
☺☺☺☺☺
Andreas Winkelmann - Wassermanns Zorn - erschienen am: 17.08.2012 - beim Verlag: Wunderlich - Klappenbroschur - 416 Seiten - 14,95 € - ISBN:  978-3-805-25037-1

Freitag, 13. Juli 2012

Rezension: Mein Gott, Wanda von Ulrike Herwig


Inhaltsangabe des Verlags: Wanda, 63, hat gerade ihren Teeladen verkauft und freut sich auf eine Australien-Reise in attraktiver Herrenbegleitung. Da hat ihr Sohn einen Skiunfall und bittet sie, nach seinem Fitnessclub zu sehen. Wanda muss wählen: Kängurus oder Schweißgeruch? Abenteuer oder Familie? Mit ihren Freundinnen Biggi und Marianne inspiziert sie den Club. Biggi wischt gleich mal feucht durch, und Marianne streicht die Eiweißdrinks von der Karte, zu ungesund! Eins steht fest: Hier muss etwas passieren. Schweren Herzens packt Wanda die Koffer wieder aus. Wie soll sie mit den muskulösen Stammgästen zurechtkommen und wie den Club wieder in Schwung bringen?

Meine Meinung dazu: Wanda ist ruhelos. Sie will ihr Rentnerdasein genießen. Am besten zusammen mit Bertram, der sie zu einer Urlaubsreise nach Australien eingeladen hat. Doch die Rechnung hat Wanda ohne Stefan gemacht. Er liegt mit einem Splitterbruch im Krankenhaus von Kempten und ruft nach seiner Mama. Wanda ist hin und her gerissen. So sehr hat sie sich auf Aborigines und Kängurus gefreut. Jetzt soll sie in Stefans Fitnessstudio nach dem rechten sehen, nur aufschließen, etwas sauber machen, Powerriegel und Getränke auffüllen. Alles andere würde ja Enrico machen.
Doch was Wanda erlebt, ist das reinste Chaos. Abgesehen davon, dass es dreckig ist, der Müll sich überall stapelt, scheinen die Mitglieder in dem Studio alles machen zu dürfen was sie wollen. Sie bedienen sich aus dem Kühlschrank, den Riegeln und obendrein scheinen sie noch nie etwas von Mitgliedsbeiträgen gehört zu haben. Kein Wunder, dass Stefan vor dem finanziellen Ruin steht. Darüber hinaus sorgen zwei Biker mit ihren Harleys im Hinterhof nicht nur für reichlich Lärm, sondern wirken auf Wanda auch sehr Angst einflössend.
Zum Glück gibt es Biggi und Marianne. Sie können ihr beim Saubermachen helfen und Tochter Franziska könnte sich ja mal mit den Finanzen und Rechnungen beschäftigen.
Wanda scheint alles in den Griff zu bekommen und kommt dabei auf eine geniale Idee.

Hat Ulrike Herwig anfangs noch Sehnsucht auf einen abenteuerlichen Australienurlaub versprüht, hat sich das Blatt schnell gewendet. Denn die 63 jährige Wanda findet sich schnell in einem herunter gekommenen Fitnessstudio in Köln wieder. Zu verdanken hat sie alles ihrem Sohn Stefan. Das Ganze scheint auch seine positiven Seiten zu haben, denn anstelle von Bertram lernt sie eine Menge neuer und netter Menschen kennen.
Die Männer in ihrem Alter scheinen zudem alle auf Wanda abzufahren. Sie ist begehrt und kann sich ihrer Verehrer nicht erretten.
Amüsant und witzig erzählt die Autorin die Geschichte um die quirlige, von Ideen überhäufte Wanda. Teilweise etwas überzogen, was den Realitätswert betrifft, stellt Wanda Stefans Unternehmenskonzept mit Erfolg auf den Kopf. Ihr zur Seite stehen die Freundinnen Biggi und Marianne, aber auch ihr Nachbar und viele mehr unterstützen sie in ihrer Aufgabe. Mit viel Entschlossenheit und Einsatzbereitschaft ziehen sowohl Alt als auch Jung an einem Strang und stellen gemeinsam Neues auf die Beine.
Ulrike Herwig stellt hier ein Projekt vor, das nicht nur generationsübergreifend ist sondern auch funktioniert.
Meinen Respekt vor der Autorin, die es geschafft hat, mit viel Witz und Humor ein solches Projekt in Romanform darzustellen.

Meine Bewertung zum Buch:
☺☺☺☺☺

Ulrike Herwig – Mein Gott, Wanda – erscheint am: 13.07.2012 – beim Verlag: Marion von Schröder – ein Verlag der Ullstein Buchverlage GmbH – Klappenbroschur – 272 Seiten – 14,99 € - ISBN: 978-3-547-71184-3

Montag, 2. Juli 2012

Challenge - hier mache ich mit

Beim Durchstöbern der Blogs habe ich noch eine interessante Challenge gefunden, bei der man sich jetzt noch anmelden und mitmachen kann. Sie findet man auf Maxibienes Bücherregal.
Ich will natürlich versuchen, in dem verbliebenen halben Jahr die Challenge zu meistern.


2 von 12 - Die Verlage–Challenge 2012
Ziel ist es, in der Zeit vom 01.01.2012 bis 31.12.2012 jeweils 2 Bücher von 12 verschiedenen Verlagen zu lesen. Natürlich können es auch mehr sein. Dabei ist es völlig egal, welches Genre gelesen wird, wichtig ist nur, dass zu jedem gelesenen Buch eine Rezension geschrieben wird. Unter allen Teilnehmer/Innen verlose ich am Ende der Challenge mindestens einen Büchergutschein. Wie viele es letztendlich werden, hängt von der Anzahl der Teilnehmer/Innen ab.
 Hier kurz die Regeln im Überblick
  • Die Challenge läuft vom 01.01.2012 bis 31.12.2012
  • Teilnehmen kann jeder, der gerne möchte. Richtet auf eurem Blog einen Beitrag ein, den ihr monatlich aktualisiert. Das Banner könnt ihr mitnehmen und auf eurer Seite verlinken.
  • Es müssen jeweils 2 Bücher von 12 verschiedenen Verlagen gelesen werden. Die Wahl der Verlage ist euch überlassen. Hörbücher zählen nicht dazu.
  • Zu jedem Buch muss es eine Rezension geben.
  • Am Ende der Challenge gibt es unter allen Teilnehmer/Innen eine Verlosung. Mindestens einen Bücher/Warengutschein gibt es zu gewinnen. Die Anzahl der Gutscheine hängt von der Anzahl der Teilnehmer/Innen ab.
  • Anmelden kann man sich zu jeder Zeit. Bei eurer Anmeldung bitte die Verlinkung eures Blogs nicht vergessen. 
Hier meine Ergebnisse:

1. Verlag: Ullstein
2. Verlag: Wunderlich
3. Verlag: Fischer
4. Verlag: Kiepenheuer & Witsch
5. Verlag: Sutton
6. Verlag: Blanvalet
7. Verlag: Goldmann
8. Verlag: Knaur 
9. Verlag:Rowohlt
10. Verlag: Heyne
11. Verlag:Bastei Lübbe
12. Verlag: Piper

       





Samstag, 19. Mai 2012

Rezension: Der Knochenbrecher von Chris Carter


Inhaltsangabe des Verlages: Wenn es Nacht wird in Los Angeles gibt es einen Mann, der keinen Schlaf findet. Von Alpträumen geplagt, ist er auf der Suche nach seinem nächsten Opfer. Er ist ein kaltblütiger Killer. Nur einer kann ihn aufhalten: Robert Hunter – Polizist, Profiler, Held des LAPD. Er weiß, wo ersuchen muss. Die Jagd hat längst begonnen. Schlaf schön, L.A.!
Eine unbekannte weibliche Leiche wird in einer alten und verlassenen Fleischerei gefunden. Ihr wurden Mund und Vagina zugenäht. Bei der Obduktion wird festgestellt, dass in ihr etwas platziert worden ist. Als Dr. Watson und sein Assistent den Gegenstand entfernen wollen, explodiert er. Beide sind sofort tot.
Robert Hunter und sein Kollege Carlos Garcia vom Morddezernat I für besonders schwere Gewaltverbrechen haben eine schwere Aufgabe vor sich, denn alle Beweisstücke sind bei der Explosion verbrannt. Nur ein Foto kann noch helfen, die Identität der Frau heraus zu bekommen.

Meine Meinung dazu: Dies war mein erster „Carter“ und ich bin erstaunt, welche Brutalität in dieser Geschichte steckt. Das Buch liest sich flüssig. Seine leichte Sprache macht es einfach, schnell in die Handlung einzusteigen. Die Anzahl der Protagonisten ist übersichtlich und verwirrt nicht.
Robert Hunter wird als das Superhirn dargestellt, der mit wenig bzw. kaum Schlaf auskommt und trotzdem immer Höchstleistung abrufen kann. Carlos Garcia dagegen wirkt wesentlich natürlicher und sympathischer. Obwohl es zwischen beiden Ermittlern keine Machtspiele gibt, bleibt bei mir die Frage der Glaubwürdigkeit, vor allem was Hunter betrifft, offen.
Die Geschichte ist spannend erzählt. Im letzten Drittel des Buches ist dann auch schon offensichtlich, wer der Mörder sein könnte. Die Auflösung der Mordfälle und die Beweggründe des Mörders erschließen sich mir nicht ganz.
Auch frage ich mich, was der Titel des Buches „Der Knochenbrecher“ mit dem Inhalt gemein haben. Eigentlich nichts, oder habe ich da etwas überlesen?

„Der Knochenbrecher“ hat mich trotzdem begeistert und natürlich werde ich mir auch die anderen Bücher von Chris Carter noch zu Gemüte führen.

Meine Bewertung zum Buch:
☺☺☺☺☺



Herzlich Willkommen in meiner Bücherecke

Ich habe mich nun endlich dazu entschieden, mir auch einen Blog zuzulegen. 
Denn ohne kommt man heut zu Tage kaum noch aus. 
Ich begrüße Euch recht herzlich und wünsche Euch auf meinen Seiten viel 
Spaß beim Lesen und Stöbern.

Die Leseratte